Stationen in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln
Papst Leo XVI. besucht von 6. bis 12. Juni Spanien. Stationen der vierten Auslandsreise von Leo XIV. sind Madrid, Barcelona und die kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Zu den Höhepunkten im Programm zählt die Weihe des höchsten Kirchturms der Welt, des zentralen Christus-Turms der Basilika Sagrada Familia in Barcelona genau am 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudi (1852-1926). Die beiden letzten Reisetage auf den Kanaren sind eng mit dem Thema Migration verknüpft. Für das seit einem Jahr amtierende Kirchenoberhaupt ist es der erste offizielle Besuch in einem EU-Land außerhalb Italiens.
Leo XIV., erster gebürtiger US-Amerikaner im Papstamt, war rund 20 Jahre als Seelsorger und Bischof in Peru und spricht fließend Spanisch. Bei seinem Apostolischen Besuch im viertgrößten Land Europas wolle er in einen Dialog mit Kultur und Politik treten, um Spaltungen in einer von Polarisierungen geprägten Gesellschaft zu überwinden und die Gläubigen in Spanien zu stärken, hieß es im Vorfeld vom Vatikan.
Kirchenoberhaupt mahnt Spitzen der katholischen Kirche in Spanien zu "Zuhören, Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und einem immer entschlosseneren Handeln in Sachen Prävention"
Sie sprechen selten vor Volksvertretern - doch dann bleiben ihre Auftritte oft in Erinnerung: Päpste werben in Parlamenten für Frieden, Menschenwürde und Verantwortung
Dritter Tag des Spanienbesuchs bringt auch Begegnung mit Ministerpräsident Sanchez, Treffen mit Missbrauchsbetroffenen und Gebet in Madrider Almudena-Kathedrale
Appell bei Treffen mit Kulturschaffenden in Madrid zu Offenheit von Gesellschaft und Christentum - "Kann man wirklich glauben, dass das Europa, das wir so sehr lieben, ohne die Spuren des Glaubens dasselbe wäre?"
Madrid ist verkehrstechnisch lahmgelegt, blüht aber innerlich auf: Die Stadt hat den Papst zu Gast, erstmals seit vielen Jahren. Leo XIV. scheint in Spanien in seinem Element. Das tut beiden gut - Kathpress-Korrespondentenbericht von Sabine Kleyboldt
1,2 Million Gläubige bei Fronleichnamsgottesdienst in Madrid - Aufruf zu Nächstenliebe und Gerechtigkeit - Papst trug in Prozession Monstranz mit gewandelter Hostie durch Innenstadt
Leo XIV. wirbt bei spätabendicher Jugendvigil in Madrid für Stille, Wahrheit und Nächstenliebe, erinnert an prägende Jahre in Peru und nennt Vorbilder seines Glaubenswegs
Es ist die vierte Auslandsreise des seit 13 Monaten amtierenden Papstes. Leo XIV. zeigte sich schon auf dem Flug in Spaniens Hauptstadt voll Vorfreude, doch Routine dürfte die Woche für ihn nicht werden - Kathpress-Korrespondentenbericht von Sabine Kleyboldt
Ansprache im Königspalast von Madrid mit Appell zur "Anerkennung von Komplexität" als "besondere Berufung für Europa" - Wohlstand durch Begegnung statt Konfrontation schaffen
Auch wenn Spanien ein säkularer Staat ist, weiß das Königshaus um seine historische Verbindung zur katholischen Kirche. Das spiegelt sich auch im Protokoll während des ersten Besuchs von Leo XIV.
Empfang am Flughafen Madrid-Barajas durch König Felipe und Königin Letizia - Gespräch mit Journalisten beim Flug über internationale Konflikte, Glaube von Jugendlichen, Fußball-WM und möglichen Deutschland-Besuch
Sieben Tage, fünf Flüge, 7.000 Kilometer, 22 Ansprachen - und vermutlich Hunderttausende Schaulustige: An diesem Samstag startet Leo XIV. seine Spanienreise. Hauptthemen: Migration und Menschenrechte, Kirche und Kultur
Neben Leo XIV. locken am Wochenende Superstar Bad Bunny, die Buchmesse und die Wahl des Vereinschefs von Real Madrid Millionen Menschen in die spanische Hauptstadt
Kurz vor dem Spanienbesuch des Papstes reiste der sozialistische Regierungschef in den Vatikan - Sánchez zeigte danach begeistert, doch zwischen Staat und Kirche in Spanien ist nicht alles eitel Sonnenschein - Hintergrundbericht von Manuel Meyer (KNA)