Stationen in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln
Vatikanstadt, 29.05.2026 (KAP) Papst Leo XVI. besucht von 6. bis 12. Juni Spanien. Stationen der vierten Auslandsreise des seit einem Jahr amtierenden Kirchenoberhaupts sind Madrid, Barcelona und die Kanarischen Inseln. Zu den Höhepunkten im Programm zählt die Weihe des höchsten Kirchturms der Welt, des zentralen Jesus-Christus-Turm der Basilika Sagrada Familia in Barcelona genau am 100. Todestag des Architekten Antoni Gaudi (1852-1926).
Der Papst wird zunächst am Samstag, 6. Juni, vom spanischen Königspaar Felipe VI. und Letizia in der Hauptstadt Madrid empfangen - sie zählen zu den wenigen katholischen Monarchen weltweit. Zwei Tage später hält Leo XIV. auch eine Ansprache im spanischen Parlament und trifft auch mit dem sozialistischen Regierungschef Pedro Sánchez zusammen, allerdings nicht - wie üblich - an dessen Regierungssitz, sondern in der Vatikanbotschaft des Landes.
Sonntagsmesse auf der Plaza de Cibeles
An seinem ersten Tag in Spanien wird Leo XIV. in Madrid auch eine Obdachloseneinrichtung der Caritas besuchen sowie ein Abendgebet mit Jugendlichen auf der Plaza de Lima leiten. Am 7. Juni folgt auf die Sonntagsmesse mit Fronleichnamsprozession auf der Plaza de Cibeles ein privates Treffen mit Angehörigen des Augustinerordens, den Leo XIV. über viele Jahre leitete. Anders als in Österreich wird Fronleichnam in Spanien sonntags begangen. Anschließend kommt der Papst mit Vertretern aus Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport zusammen.
Der Folgetag (8. Juni) teilt sich auf in die Treffen mit den Parlamentsabgeordneten und Regierungschef Sánchez und ein Gespräch mit den Bischöfen Spaniens. Für Montagabend ist auch ein Gebet in der Almudena-Kathedrale und eine Begegnung mit der örtlichen Diözesangemeinschaft im Bernabéu-Stadion von Fußballklub Real Madrid geplant.
Weiter zur Sagrada Familia nach Barcelona
Am Dienstag (9. Juni) reist der Papst weiter in die zweitgrößte Stadt des Landes: Barcelona. In der katalanischen Hauptstadt nimmt Leo XIV. zunächst an zwei Gebetstreffen teil, darunter eines im örtlichen Olympiastadion.
Am Mittwoch (10. Juni) besucht er ein Gefängnis und die berühmte Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, bevor er am Abend den Christus-Turm der Sagrada Familia einweiht. Leo XIV. feiert zuerst eine Gedenkmesse für Antoni Gaudi in dem weltbekannten Gotteshaus, zu der auch die Staatsspitze erwartet wird. Im Anschluss wird der Papst die Basilika verlassen und den 172,5 Meter hohen Kirchturm segnen.
Migranten auf den Kanarischen Inseln
Nach Politik, Kirche und Kunst sind die beiden letzten Reisetage eng mit dem Thema Migration verknüpft. Dies sorgte im Vorfeld der Reise bereits für Konflikte zwischen Kirche und Vertretern der rechtspopulistischen Vox-Partei, die sich gegen Einwanderung ausspricht. Leo XIV. wird am 11. und 12. Juni die unter besonders hohem Migrationsdruck stehenden Kanarischen Inseln vor der Küste Afrikas besuchen.
Zunächst trifft er sich am Donnerstag auf Gran Canaria mit Flüchtlingshelfern und Kirchenvertretern der Insel. Anschließend feierte er auch eine Messe im Stadion von Gran Canaria. Am Folgetag spricht er auf Teneriffa mit Migranten und mit Menschen, die sich für deren Integration einsetzen. Nach einer Messe am Hafen der Insel reist er zurück nach Rom.
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