Viele Tausende Gäste bei 300 Programmpunkten der "Langen Nacht der Kirchen" in der Steiermark - Projektkoordinatorin Grininger-Ofner: "Die Begeisterung war einmal mehr riesig"
Graz, 29.05.2026 (KAP) In der Steiermark nutzten am Freitag viele Tausende Gäste den lauen Sommerabend, um die rund 300 Programmpunkte der Langen Nacht der Kirchen zu besuchen. "'MUTeinander' wird spürbar - in Gesprächen, in Musik und im gemeinsamen Erleben über Generationen hinweg. Wir freuen uns sehr über den starken Zuspruch in allen Regionen", zog Constanze Grininger-Ofner, Lange-Nacht-Projektkoordinatorin für die Steiermark, schon nach einigen Stunden der Kirchennacht eine sehr positive Bilanz: "Das großartige Wetter, die Vielfalt und die Offenheit der Kirchen schaffen heute ein ganz besonderes Erlebnis."
"Die Kirche ist für die Menschen da. Da liegt es nahe, Kirchen und kirchliche Gebäude zu öffnen und zu zeigen, wie vielfältig Kirche ist. Und das alles in einem lockeren Rahmen", erklärte der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl. Er öffnete für mehrere Gästegruppen den Grazer Bischofshof. Dort waren unter anderem die bischöflichen Amtsräume und die ältesten Fresken von Graz zu sehen.
Im Bischöflichen Campus Augustinum in Graz begeistert das vielfältige Programm, berichtete die Diözese Graz-Seckau: Im KI-Workshop zum Thema "Wenn Mut zu Musik wird" wurden persönliche Empfindungen mit Hilfe der KI zu Musik umgewandelt. Beim Konzert "Lean on me" begeistern die Chöre des Bischöflichen Gymnasiums zusammen mit einem Partnerchor aus Salzburg mit ihrer Darbietung geistlicher und moderne Chormusik.
"Türme, Glocken und Gewölbe"
In der Herz-Jesu-Kirche im Grazer Stadtteil St. Leonhard kamen besonders die kleinen Gäste auf ihre Kosten: Im neu geschaffenen Herzgarten hinter der Kirche gab es Lagerfeuer und Steckerlbrot und bei den Führungen "Türme, Glocken und Gewölbe" konnten Besuch auch den höchsten Kirchturm der Steiermark erklimmen.
Aber auch in den Regionen sei die Resonanz groß gewesen, berichtete "Lange Nacht"-Organisatorin Grininger-Ofner. In Öblarn im Ennstal wurde die Kirche zum "(Orgel)kino" und das Kaffeehaus zur Kirche. In Gleinstätten mussten die Gäste der Kirchennacht gemäß deren Motto "MUTeinander" auch tatsächlich Mut beweisen: nämlich beim Besteigen und Abseilen vom Kirchturm. "Die Begeisterung war einmal mehr riesig. Vorbeikommen bei der langen Nacht zahlt sich jedenfalls aus", so Grininger-Ofner.
Kooperation mit Initiative "Runde & eckige Tische" brachte Menschen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten u.a. im Wiener Erzbischöflichen Palais ins Gespräch - Auch Erzbischof Grünwidl und Bischöfin Richter nahmen teil - Grünwidl: "Es braucht Mut zum Dialog, zur Begegnung und zum Miteinander" - Politiker von KPÖ bis FPÖ im Figlhaus versammelt