Auf dem Programm von Leo XIV. in Argentinien stehen Stationen in Buenos Aires, Córdoba und das Marienheiligtum Luján
Buenos Aires, 30.10.2026 (KAP) Vergeblich warteten Argentiniens Katholiken über ein Jahrzehnt lang auf einen Besuch von Papst Franziskus (2013-2025) in seinem Heimatland. Er wolle zunächst jene Länder besuchen, in denen noch nie ein Papst gewesen sei und die Ränder der Gesellschaft erreichen, lautete die Erklärung des früheren Erzbischofs von Buenos Aires. Zudem erschwerten innenpolitische Turbulenzen und Wahlen in Argentinien die Suche nach einem geeigneten Termin für eine Reise. Am Ende verhinderte die angeschlagene Gesundheit von Franziskus den lange erwarteten Heimatbesuch. Nun besucht sein Nachfolger Papst Leo XIV. von 8. bis 11. November das südamerikanische Land mit langer katholischer Tradition. Auf dem Programm stehen Stationen in Buenos Aires, Córdoba und das Marienheiligtum Luján.
Die Angaben zur Zahl der Katholiken in Argentinien gehen teils weit auseinander. Während Kirchenstatistiken rund 90 Prozent der mehr als 45 Millionen Argentinier als katholisch führen, bezeichneten sich laut einer Studie des US-"Pew Research Center" 2024 rund 58 Prozent der erwachsenen Bevölkerung als katholisch. 24 Prozent gaben an, keiner Religion anzugehören. Eine im Juni 2026 vorgestellte Erhebung der Universität Buenos Aires kam auf ähnliche Werte.
In den mehr als 70 Diözesen gibt es an die 3.000 Pfarren und etliche Tausend weitere Kirchenzentren sowie Missionsstationen. Im Land wirken unter anderem knapp 3.800 Diözesan- und mehr als 1.300 Ordenspriester, weit über 6.000 Ordensfrauen und Ordensbrüder, 1.200 Ständige Diakone und mehr als 80.000 Katecheten. Aktueller Vorsitzender Bischofskonferenz ist der Erzbischof von Mendoza, Marcelo Colombo (65).
Unsere Liebe Frau von Luján gilt als Schutzpatronin Argentiniens. Der Ursprung der Verehrung geht auf das Jahr 1630 zurück, als der Überlieferung zufolge eine Statue der Jungfrau Maria auf dem Weg nach Buenos Aires bei Luján auf wundersame Weise nicht mehr weitertransportiert werden konnte. An der seit 1974 stattfindenden Jugendwallfahrt zum Nationalheiligtum nahmen nach Angaben der Provinzregierung in diesem Jahr rund 2,7 Millionen Menschen teil.