Kirchliches Hilfswerk mahnt mehr Mittel für nachhaltige Landwirtschaft im Globalen Süden und Stärkung der Rechte von Kleinbauern vor Ort an - "Hunger ist kein Schicksal"
Wien, 15.10.2026 (KAP) Die Dreikönigsaktion (DKA) fordert von der österreichischen Regierung mehr Einsatz gegen Hunger weltweit. Die Folgen von Kriegen und Klimakrise bedrohten vielerorts die Nahrungssicherheit. Dazu komme, dass auch bei ausreichender Produktion von Lebensmitteln viele Millionen Menschen hungern. Das Menschenrecht auf Nahrung müsse durch eine gerechte Verteilung gesichert sein, so das Hilfswerk der Katholischen Jungschar am Donnerstag in einer Aussendung im Vorfeld des Welternährungstages (16. Oktober). Die Bundesregierung müsse die Ursachen von Hunger und Mangelernährung in vielen Weltregionen entschlossener bekämpfen.
Notwendig seien etwa "mehr Mittel für nachhaltige Landwirtschaft im Globalen Süden, mit Fokus auf der Stärkung der Rechte von Kleinbäuer*innen und der Förderung traditioneller Anbaumethoden und indigenen Wissens", zeigte die DKA in ihrer Aussendung auf. Besonders wichtig sei dabei die Agrarökologie, die Ernährungssicherheit mit Klima- und Naturschutz verbindet.
Rund 645 Millionen Menschen leiden laut UN-Bericht zur Welternährung vom Juli 2026 an Hunger. Besonders dramatisch ist die Situation in Afrika, wo jeder fünfte Mensch betroffen ist. Für fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist gesunde Ernährung nicht leistbar. Dazu hielt die Dreikönigsaktion fest: "Hunger ist kein Schicksal. Mit politischem Willen und konsequenter Unterstützung können Hunger und Mangelernährung überwunden werden." Zudem wies das kirchliche Hilfswerk auch auf viele eigene Projekte hin, in denen es um Ernährungssicherheit geht. Jede Spende dafür "stärkt Familien und hilft, Hunger langfristig zu überwinden". (Infos und Spenden: www.dka.at)