Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Vortrag der Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger am 8.1.2026 im rahmen der Österreichsichen Pastoraltagung 2026
Theologie
Bild Copyright: © MIG-Pictures e.U. / Michaela Greil

Theologin warnt vor neo-integralistischem Drängen auf "Regime Change"

15.10.2026 09:23
Österreich/Kirche/Religion/Religionsfreiheit/Staatsstreich/Regierung/Neo-Integralismus/Quast-Neulinger
Innsbrucker Theologin Quast-Neulinger bei Eröffnungsvortrag zu neuem Studienjahr an Universität Salzburg: Numerisch kleine Gruppe ist gut vernetzt - Kirche sollte zentrale Konzils-Dokumente außer Diskussion stellen - Dekan Winkler: Start ins Wintersemester mit teils neuem Team an Lehrenden
Salzburg, 15.10.2026 (KAP) Vor einer Unterschätzung des Einflusses und der Ambitionen der numerisch zwar kleinen, zugleich hoch vernetzten und finanziell potenten Gruppe der Neo-Integralisten hat die Innsbrucker Theologin Prof. Michaela Quast-Neulinger gewarnt. Die Vertreter dieser Gruppe, als deren österreichischer Ankerpunkt der Heiligenkreuzer Ordensmann P. Edmund Waldstein gilt, würden strategisch vorgehen und an einem "Regime Change" arbeiten, indem sie eigens ausgebildetes Personal in politischen Schlüsselpositionen platzieren, liberale Gesellschaften systematisch unterwandern und die liberale Demokratie in einen illiberalen autoritären Staat unter kirchlichem bzw. katholischen Kuratel umwandeln wollen, so Quast-Neulinger bei einem Vortrag am Dienstag in Salzburg zur Eröffnung des neuen Studienjahres.

Aus theologischer Sicht sei das Urteil über diesen Neo-Integralismus klar: es handle sich um eine angstgetriebene "antimodernistische Machtideologie", die sich ihre eigene Version eines "wahren katholischen Glaubens" zurechtlege, der der Fundierung eines "totalitären religiösen Regimes" diene, führte die Theologin aus. "Behauptet wird Treue zur Tradition, umgesetzt wird eine eklektische, ahistorische Lesart der Tradition" ohne Rücksicht auf die Pluralität theologischer Positionen und Traditionen. Zugleich gehe diese Ideologie mit einer kruden Vorstellung einer "natürlichen Hierarchie" zwischen Menschen und auch zwischen den Geschlechtern einher.

Die theologische Basis stelle dabei - anders als etwa bei den Piusbrüdern - nicht die Ablehnung der Weichenstellungen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) in Form einer Rückkehr vor das Konzil dar, sondern vielmehr der Versuch, deren zentrale Dokumente wie "Dignitatis humanae", "Nostra aetate" oder "Gaudium et spes" aus dem Kontext einer als unveränderlich erachteten kirchlichen Lehrtradition zu verstehen. Dies stelle letztlich ein "Aushebeln des Konzils" dar, gegen das sich die Kirche und auch die Theologie zur Wehr setzen müsse, so die Theologin. Notwendig sei eine Klarstellung, dass die besagten Konzilsdokumente "kein verhandelbares 'Nice to have' sind, sondern der Kern des konziliaren Aufbruchs".

Winkler: Start ins Wintersemester mit teils neuem Team

Begrüßt wurden die Studierenden zum neuen Semester von Dekan Prof. Dietmar Winkler, der nicht nur einen "erfreulichen Anstieg an neuen Studierenden" vermeldete - allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen -, sondern darüber hinaus auch neue Lehrende an der Fakultät begrüßte. Darunter sind etwa die neue Professorin für Neues Testament, Prof. Veronika Burtz-Tropper, sowie im Bereich Dogmatik die Univ.-Ass. Lisa Baumeister, als Senior-Scientist Elisabeth Höftberger sowie im Bereich Fundamentaltheologie Univ.Ass. Raphael Steinhofer.

Die Fakultät positioniere sich - nicht zuletzt auch mit dem Eröffnungsvortrag von Quast-Neulinger - als "Ort der engagierten Forschung und Lehre, der gesellschaftliche Entwicklungen kritisch reflektiert" und dabei den Austausch mit anderen Wissenschaften suche, so Winkler. Zu diesem Engagement zähle auch der Bereich der sogenannten "Third Mission" und Wissenschaftsvermittlung, betonte Winkler unter Hinweis auf die alljährlichen renommierten "Salzburger Hochschulwochen". (Infos: https://www.plus.ac.at/theologie)
zurück
Meldungen
Integralismus: ITI in Trumau distanziert sich von P. Waldstein
Theologie
14.09.2026 13:44
Rektor Dolna weist Darstellungen zurück, die die Hochschule in die Nähe des Neo-Integralismus rücken - Verweis auf Theologin Hastetter, die Väter- und Konzilshermeneutik Waldsteins einer scharfen Kritik unterzieht
Integralismus: Theologin sieht Österreich in besonderer Verantwortung
Ideologie
09.09.2026 15:38
Innsbrucker Theologin Quast-Neulinger auf "communio.de": Neo-Integralismus ist "Ideologie der Angst", die auf theologisch falschen Annahmen beruht und "den falschen Weg" weist
Theologische Fakultäten und Hochschulen setzen Zeichen gegen Rechts
01.07.2026 16:14
Katholisch-Theologische Fakultäten und Kirchliche Pädagogische Hochschulen in Österreich appellieren an Verantwortungsträger, "sich klar und unmissverständlich gegen christlich-nationalistische Gruppierungen zu positionieren" und für eine "offene, demokratische und menschenwürdige Gesellschaft" einzutreten

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen