Kardinal Kikuchi: Papst hält an Reise nach Südamerika fest
13.10.202610:03
Vatikan/Japan/Papst/Medizin & Gesundheit/Reisen
Weltcaritas-Präsident hatte am Montag eine der letzten Privataudienzen bei Leo XIV., bevor der Vatikan alle weiteren Termine wegen der bevorstehende Lungen-OP des Papstes absagte
Rom, 13.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. geht es laut Aussage von Weltcaritas-Präsident Kardinal Isao Kikuchi "sehr gut". Er habe ihn am Montagvormittag, einen Tag vor seiner Spitalseinlieferung wegen einer geplanten Lungen-OP, in ruhiger Verfassung angetroffen, sagte der Erzbischof von Tokio der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" (Dienstag-Ausgabe).
Im Einzelnen sagte Kikuchi: "Es geht ihm sehr gut, so wie immer. Er war ganz ruhig. Er hat gesagt, er habe entschieden, sich sofort behandeln zu lassen, weil er die geplanten Auslandsreisen nicht absagen wollte. Es handelt sich um einen geringfügigen Eingriff, eine kleine Operation. Es ist nichts Schlimmes."
Kikuchi, der auch Präsident des Dachverbandes "Caritas internationalis" ist, fügte hinzu, er halte es für eine "sehr gute Entscheidung", den bevorstehenden Eingriff so zu kommunizieren, wie Leo XIV. es am Sonntag beim Angelusgebet getan habe. "Andernfalls hätten die Leute angefangen, zu spekulieren und sich zu fragen, wer wohl der nächste Papst wird und solche Dinge", erklärte der Kardinal. Als er das am Montag gegenüber dem Papst äußerte, habe dieser gelacht.
Seit der Papst von einem Knoten in seiner Lunge gesprochen hat, wird im Vatikan spekuliert und gerechnet. Der Zeitplan von Leo XIV. ist dabei ein zentraler Faktor. Nun soll alles ganz schnell gehen - Von Kathpress-Rom-Korrespondent Ludwig Ring-Eifel