Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Sozialethiker: Papst verkennt Schumans Haltung zur Nato

13.10.2026 10:08
Deutschland/Vatikan/Frankreich/Papst/Geschichte/Waffen/Frieden/Aufrüstung /Europa
Bei seinem Frankreich Ende September hatte Leo XIV. in Metz die Aufrüstung in Europa kritisiert und am Beispiel des "EU-Gründervaters" Robert Schuman zum Frieden aufgerufen
Frankfurt, 13.10.2026 (KAP/KNA) Der deutsche Sozialethiker Manfred Spieker wirft Papst Leo XIV. Verkürzungen bei dessen Kritik an der Nato und der aktuellen Aufrüstung in Europa vor. Bei seinem Besuch im französischen Metz Ende September habe der Papst die sicherheitspolitischen Entwicklungen auf dem Kontinent als Negativbeispiel der europäischen Einigung und deren Gründervater Robert Schuman (1886-1963) gegenübergestellt. Damit sei das Kirchenoberhaupt den Vorstellungen des französischen Außenpolitikers aber nicht gerecht geworden, schreibt der ehemalige Osnabrücker Hochschullehrer Spieker laut Nachrichtenagentur KNA in einem am Dienstag erschienenen Leserbrief in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Er ignorierte Schumans Bemühungen um die militärische Verteidigungsfähigkeit Europas."

Für Schuman sei die militärische Rüstung nie eine Illusion gewesen, argumentiert Spieker. "Sie war für ihn eine Bedingung für die Sicherung des Völkerrechts, des Friedens und der Freiheit." Deshalb habe Schuman die Gründung der Nato und das Schutzversprechen der USA begrüßt. Diese Position habe er mit dem damaligen ersten deutschen Bundeskanzler, Konrad Adenauer, geteilt. "Europas rechtliche und politische Einheit und Europas militärische Verteidigungsfähigkeit bildeten für Schuman wie für Adenauer eine Einheit."

Kritik an Wiederaufrüstung

Bei seiner Rede im Robert-Schuman-Kongresszentrum am 28. September hatte Leo XIV. eindringlich für ein geeintes, friedliches Europa geworben und scharfe Kritik an aktuellen Aufrüstungsplänen geübt. Während sich Europa mit 800 Milliarden Euro bis 2030 kriegstüchtig machen will, warnte der Papst Leo XIV. vor einer "Illusion der Wiederaufrüstung": "Es ist kein Zufall, dass die wiederkehrenden Forderungen nach einer Erhöhung der Militärausgaben und die daraus resultierenden Entscheidungen von vielen Regierenden mit der Gefährlichkeit anderer gerechtfertigt werden."

Europa könne dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen, so das Kirchenoberhaupt. Es habe in den vergangenen 80 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass Begegnung statt Kampf möglich sei. Völkerrecht und Multilateralismus bildeten das beste Gegenmittel gegen jeden Herrschaftswillen, der die Ursache jedes Konflikts ist.
zurück
Meldungen
EZB-Chefin Lagarde bewundert "standhaften" Papst Leo XIV.
01.10.2026 08:58
Französin sieht im Papst einen wichtigen Impulsgeber für die Debatte über KI, Europas Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Leo XIV. lehnt militärische Lösung des Ukraine-Kriegs ab
28.09.2026 23:18
Papst setzt weiter auf Dialog und Gewaltlosigkeit - Leo XIV.: An Aufrüstung verdient letztlich nur die Waffenindustrie
Papst in Metz: Geeintes Europa gegen die Barbarei
Papstreise
28.09.2026 12:46
Leo XIV. mahnt zum Einsatz für den Frieden - Warnung vor "Illusion der Wiederaufrüstung" - Leo XIV.: "Europa hat in den letzten 80 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, unterschiedliche Meinungen, Forderungen und Interessen geltend zu machen, indem man sich begegnet, anstatt sich zu bekämpfen" - Appell an Europas Jugend - Macron und Kardinal Aveline erinnern an Gründerväter Europas
Papst ruft Religionen in Europa zu gemeinsamem Friedenseinsatz auf
28.09.2026 11:09
Christen, Muslime, Juden und Buddhisten unterzeichnen beim Papstbesuch in Frankreich den "Aufruf von Metz" - Papst betont: Religiöse Rechtfertigung von Gewalt entweiht den Namen Gottes
Papst Leo XIV. in Frankreich
Papstbesuch
02.10.2026 12:09
Paris, Lourdes und Metz waren Stationen der fünften Auslandsreise des Papstes

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen