Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz zur bevorstehenden Lungenoperation des Kirchenoberhaupts: "Beten und bitten wir, dass der Eingriff gut verlaufen und die Genesung sich rasch einstellen wird"
Wien/Vatikanstadt, 12.10.2026 (KAP) Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, hat zum Gebet für Papst Leo XIV. aufgerufen. "Vereinen wir uns alle im Gebet für unseren Papst Leo, der in den kommenden Tagen an der Lunge operiert werden muss. Beten und bitten wir, dass der Eingriff gut verlaufen und die Genesung sich rasch einstellen wird", so Lackner und weiter: "Möge unser Herr Jesus Christus, der die Kranken geheilt hat, gnädig auf seinen Diener blicken - und möge ihn die Fürsprache der Gottesmutter begleiten."
In Richtung des Papstes hielt Lackner in seinem Aufruf fest: "Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater! Oremus pro Pontefice!" - Erzbischof Lackner nimmt derzeit am großen internationalen Bischofstreffens zur Ehe- und Familienseelsorge im Vatikan teil.
Papst muss operiert werden
Papst Leo hatte am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz angekündigt, sich in den nächsten Tagen einer Operation zur Entfernung eines Knotens auf der Lunge zu unterziehen. "Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt", sagte das Kirchenoberhaupt. "Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht."
Der Eingriff soll, wie im Vatikan zu erfahren war, in der römischen Gemelli-Klinik vorgenommen werden. Dort gibt es seit dem Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2025) eine eigene Patientenwohnung für den Papst. Laut Bruni ist nach dem Eingriff eine zusätzliche Zeit in der Klinik von "etwa einer Woche" eingeplant.
Südamerika-Reise weiter geplant
Der 71-jährige Papst hatte unlängst erst eine mehrtägige Frankreich-Reise absolviert, ohne Anzeichen einer Erkrankung zu zeigen. Am 6. November will er zu einer elftägigen Südamerika-Reise aufbrechen. Diese hatte er noch am Sonntag in einem Zuruf an peruanische Pilger bestätigt. "Danke für euer Gebet für meinen bevorstehenden Pastoralbesuch in Peru", sagte Leo XIV.
Genesungswünsche von Meloni
Zu den ersten, die am Sonntag mit Genesungswünschen auf die Papst-Ankündigung reagierten, zählte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. Sie schrieb: "Ich will dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung versichern angesichts der in den kommenden Tagen anstehenden Herausforderung. Die Gelassenheit und Ruhe, mit der er beim Angelus davon gesprochen hat, machen uns Mut. Ich bin sicher, dass auch das italienische Volk es nicht an Unterstützung und Zuneigung wird fehlen lassen."
Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri schrieb, er sei mit großer Zuneigung dem Papst nahe und wünsche ihm, dass er diese Phase unbeschwert angehen und rasch wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen werde. Er wünsche ihm von Herzen baldige Genesung.
"Wir sind eine Familie"
Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, teilte mit, dass sich "in diesen schwierigen Stunden" die Ortskirchen in Italien "mit kindlicher Zuneigung" um Papst Leo XIV. versammelten. Weiter schrieb er: "Wir sind ihm nahe und vertrauen ihn dem Herrn und der Jungfrau Maria an."
Zuppi schloss mit den Worten: "Wir sind eine Familie. Heiliger Vater, Sie sind nicht allein! Wir begleiten Sie mit unserem Gebet und unserer Zuneigung, damit der Eingriff gut verläuft und der Herr Ihnen Zuversicht und Kraft gibt."