Palliative-Care-Expertin Buchegger referierte bei Kärntner Ordenstag im Kloster Wernberg
Klagenfurt, 12.10.2026 (KAP) Älterwerden bedeutet "loslassen und annehmen zu lernen" - und zu akzeptieren, dass Veränderungen anstehen und sich diese "nicht nur als Verlust zeigen, sondern sich auch als eine neue Lebensaufgabe auftun": Das hat Marianne Buchegger, Leiterin eines geriatrischen Tageszentrums bei der Caritas Socialis in Wien, am Wochenende beim Kärntner Ordenstag dargelegt. 35 in der Diözese Gurk wirkende Ordensleute hatten sich dazu unter dem Motto "Dem Alter begegnen" im Kloster Wernberg versammelt.
Buchegger ist neben ihrer Caritas-Tätigkeit auch Lehrbeauftragte im Universitätslehrgang Palliative Care in Salzburg und Wien. Sie näherte sich dem Thema mit Fragen wie: Wann beginnt eigentlich das Alter? Was bedeutet Älterwerden? Fest stehe, dass der Wert eines Menschen "auf jeden Fall weitaus größer sei als alle seine Leistungen und Möglichkeiten, etwas zu schaffen", so die Expertin. Jeder Mensch sei einzigartig und wertvoll und habe seine eigene Berufung, der er konsequent folgen und sie in allen Phasen des Lebens ausleben dürfe.
Zu dem alljährlichen Treffen in Wernberg hatte die Ordenskonferenz der Diözese Gurk alle Ordensleute Kärntens sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den ordenseigenen Instituten eingeladen. Den Abschluss des Ordenstages bildete ein gemeinsamer Gottesdienst. - Die im September veröffentlichte jüngste Österreichische Kirchenstatistik zeichnet für die Diözese Gurk 103 Ordensfrauen, 34 Ordenspriester und 3 Ordensbrüder aus.