OÖ: Bischof Scheuer im Gespräch mit Gläubigen und Bürgermeistern
13.10.202609:12
Österreich/Kirche/Seelsorge/Visitation/Scheuer
28. Visitationswoche führt Linzer Bischof in neue Großpfarre "TraunerLand"
Linz, 13.10.2026 (KAP) Bereits zum 28. Mal sucht der Linzer Bischof Manfred Scheuer gemeinsam mit Verantwortlichen der Diözese Linz im Rahmen einer Pfarr- bzw. Dekanatsvisitation das Gespräch mit den Menschen vor Ort. Seit Sonntag sind Scheuer, Generalvikar Severin Lederhilger, Bischofsvikar Christoph Baumgartinger und Pastoralrats-Vorsitzende Brigitte Gruber-Aichberger in der Pfarre "TraunerLand" unterwegs, um möglichst vielen Menschen zu begegenen und das Leben in den Pfarrgemeinden und den verschiedenen kirchlichen Einrichtungen kennenzulernen. Auftakt war am Sonntag eine Fußwallfahrt von Kirchberg-Thening bzw. Leonding zur beliebten Wallfahrtskirche in Dörnbach. Am Montag stand u.a. eine Begegnung mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Region statt.
Die neue Pfarre TraunerLand (davor: Dekanat Traun) wurde mit 1. Jänner 2024 kirchenrechtlich gegründet. Sie besteht aus den 16 Pfarrteilgemeinden Ansfelden, Berg an der Krems, Dörnbach, Haid, Hörsching, Kirchberg bei Linz, Langholzfeld, Leonding-Doppl-Bruder Klaus, Leonding-Hart-St. Johannes, Leonding-St. Michael, Oftering, Pasching, Pucking, Traun, Traun-Oedt-St. Josef und Traun-St. Martin.
Wallfahrt und Begegnungen
Bei der Wallfahrt am Sonntag feierte der Bischof mit rund 110 Wallfahrerinnen und Wallfahren eine Andacht in Dörnbach. In seiner Predigt griff er das Bild des Weges als Sinnbild für das menschliche Leben auf: "Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, dass wir selber nicht mehr weiterwissen, dass eine klare Entscheidung nicht möglich ist. Welchen Weg wollen wir nehmen? Wie soll es weitergehen?" Oft sei guter Rat im wahrsten Sinn des Wortes teuer - nämlich dann, wenn schlechte Ratgeber Abhängigkeiten schaffen und Ratsuchende finanziell ausnehmen.
Maria werde von vielen Gläubigen als "Gottesmutter vom guten Rat" angerufen, erinnerte Scheuer mit Bezug auf die Wallfahrtskirche in Dörnbach: "Beim guten Rat geht es nicht darum, anderen etwas aufzusetzen oder überzustülpen, alles besser zu wissen. Maria stelle sich nicht selbst in den Mittelpunkt, sondern verweise vielmehr auf ihren Sohn. "Der gute Rat ist nicht Maria, sie gibt uns Jesus als den guten Rat", so Scheuer. Um den guten Rat Jesu im eigenen Leben wahrnehmen zu können, brauche es ein Vertrautwerden mit dem Evangelium, betonte Scheuer.
In den Pfarrgemeinden finden noch bis 17. Oktober zahlreiche Begegnungen der Visitatoren mit speziellen Gruppen statt, etwa mit den Mitgliedern der Seelsorgeteams, der Katholischen Frauenbewegung, Pfarrsekretärinnen, Mesner, Ministranten, Chorleitenden, Mitarbeitenden der Betriebsseelsorge, Jugendlichen, Eltern, Menschen mit Behinderung, Religionslehrenden, Vertretern der Ökumene und des interreligiösen Dialogs sowie mit Unternehmern.