Assisi beendet Festtage zu Ehren des Heiligen Carlo Acutis
12.10.202612:56
Italien/Kirche/Heilige/Acutis
Als seine "Autobahn zum Himmel" bezeichnete Acutis die Eucharistie: Kardinaldekan Tagle griff dieses Bild bei den Gedenkfeiern in Assisi auf und ermutigte Jugendliche, sich von Stolz und Gewalt fernzuhalten
Assisi, 12.10.2026 (KAP) An seinem Todestag, dem 12. Oktober, gehen am Montag die viertägigen Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Carlo Acutis in Assisi zu Ende. Am Tag zuvor hatte Kardinal Luis Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung und neuer Dekan des Kardinalskollegiums, in einem Gottesdienst die meist jungen Pilger in Assisi eingeladen, auf die Stimme Jesu zu hören, der sie zu seinem Fest einlade, "insbesondere in der Eucharistie".
Vor Hunderten von Pilgern sagte der Kardinal, der heilige Carlo Acutis habe nach seiner Erstkommunion im Alter von sieben Jahren erkannt, "dass der Herr uns stets zum Festmahl der Eucharistie einlädt". Seitdem habe er täglich an einer Messfeier teilgenommen - und die Eucharistie als seine "Autobahn zum Himmel" bezeichnet.
Tagle führte aus: "Wenn wir oft am Festmahl des Herrn auf Erden teilnehmen, befinden wir uns auf dem Weg, der zum Festmahl im Himmel führt." Der Kardinal ergänzte: "Wenn wir jedoch auf Erden an Festmahlen des Stolzes, der Macht und der Gewalt teilnehmen, könnten wir die ewige Verdammnis riskieren."
20 Jahre nach dem Tod des im Alter von 15 Jahren verstorbenen Italieners hatte Assisi vier Tage lang zahlreiche junge Menschen am Grab des als "Influencer Gottes" bekannten Carlo Acutis willkommen geheißen. Aus dem Anlass gab es besondere Gottesdienste, musikalische Darbietungen und eucharistische Anbetung. Die Feierlichkeiten zum Gedenken an Carlo Acutis sollten am Montagabend, seinem offiziellen liturgischen Gedenktag, mit einer Abschlussmesse enden. Die Leitung oblag Felice Accrocca, dem neuen Ortsbischof, der auch für Assisi zuständig ist.
Carlo Acutis (1991-2006) interessierte sich früh für Computer und erstellte Internetseiten zu religiösen Themen, etwa zu eucharistischen Wundern weltweit. Als er erfuhr, dass er unheilbar an Leukämie erkrankt war, widmete er sich ganz dem Papst und der Kirche. Acutis starb im Alter von 15 Jahren und wurde seinem Wunsch entsprechend in Assisi bestattet. Papst Leo XIV. sprach ihn am 7. September 2025 heilig.