Übernahme von Ausbildungskosten für Kinder und Jugendliche entlastet christliche Familien im Libanon, in Syrien und im Irak
Vatikanstadt, 12.10.2026 (KAP) Papst Leo XIV. stellt finanzielle Mittel bereit, um christliche Familien in den Krisengebieten des Nahen Ostens zu unterstützen. In Form von Stipendien übernimmt er die jährlichen Schul- und Universitätsgebühren für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Libanon, in Syrien und im Irak. Die für die katholischen Ostkirchen zuständige Vatikanbehörde gab diese Maßnahme am Samstag nach einer Audienz für die Teilnehmer der Synode der griechisch-melkitischen Kirche bekannt, meldet das vatikanische Nachrichtenportal "Vatican News".
Die Übernahme der Ausbildungskosten für Kinder und Jugendliche aus christlichen Familien entlastet die von Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität betroffenen Gemeinschaften direkt. Der Vatikan möchte damit die Verbundenheit der katholischen Kirche mit den Gläubigen in der Region unterstreichen, hieß es in einer Mitteilung des vatikanischen Presseamts. Das zuständige Dikasterium für die Ostkirchen vergibt die Stipendien, um den Zugang zu schulischer und akademischer Bildung in den drei Ländern sicherzustellen.
Das Bildungswesen im Libanon, in Syrien und im Irak leidet seit Jahren unter den Folgen von Krieg, Wirtschaftskrisen und dem Verfall der staatlichen Infrastruktur. Viele private und kirchliche Schulen, die historisch eine qualitativ hochwertige Ausbildung bieten, stehen vor dem finanziellen Kollaps, da verarmte Familien das Schulgeld nicht mehr zahlen können. Junge Christen besuchen häufig katholische und konfessionelle Privatschulen sowie Universitäten, die neben akademischer Bildung auch Werte wie interreligiösen Dialog und Toleranz vermitteln. Der Mangel an Perspektiven und die Abwanderung qualifizierter Lehrkräfte gefährdet dies jedoch.