Metropolit Augoustinos überreicht Ministerpräsident Söder in München das Goldene Kreuz der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland
München, 12.10.2026 (KAP) Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wurde im Rahmen einer Zeremonie in der griechisch-orthodoxen Allerheiligenkirche in München mit dem Goldenen Kreuz Erster Klasse der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland ausgezeichnet. Die ist die höchste Auszeichnung, die die Metropolie vergibt. Der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland - er ist auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz von Deutschland - überreichte die Auszeichnung persönlich und würdigte das Engagement Söders für die Orthodoxe Kirche in Bayern.
Die orthodoxe Bevölkerung im Freistaat wachse stetig, schilderte Metropolit: Während der jüngste Mikrozensus rund 116.000 orthodoxe Einwohner erfasst habe, gehe die Koordinationsstelle für den orthodoxen Religionsunterricht von mehr als 90.000 orthodoxen Schülern aus. In Bayern gebe es zudem 110 orthodoxe Gemeinden verschiedener Gottesdienstsprachen. Auch die Orthodoxe Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München habe eine zunehmende Bedeutung für Bayern und ganz Deutschland. Die Orthodoxe Kirche trage trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe zum gesellschaftlichen Leben Bayerns wesentlich bei, so das Fazit von Augoustinos. Er unterstrich zugleich, dass mit der Verleihung des Kreuzes zugleich Auftrag und Verantwortung verbunden seien.
Das sah auch Ministerpräsident Söder so, der seinerseits in einem Posting auf seinem Instagram-Account seine Dankbarkeit für die Auszeichnung ausdrückte und diese als Ehre und Verantwortung zugleich bezeichnete. Er sprach von einem Zeichen der engen Verbindungen zwischen Bayern, Griechenland und der griechisch-orthodoxen Kirche und hob das gemeinsame Bemühen hervor, Glaube, Menschenwürde und Solidarität zu verteidigen und gleichzeitig Rassismus und Antisemitismus entgegenzutreten.