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Salzburg: Rosen bleibt Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde

27.08.2026 10:32
Österreich/Judentum/IKG/Rosen
Jurist und Betriebswirt an Spitze der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten bestätigt - Wiederwahl Zeichen der Kontinuität in Zeit, "in der jüdische Gemeinden angesichts anhaltender antisemitischer Bedrohungen besonders gefordert sind" - Eröffnung von jüdischem Kulturzentrum in Graz steht bevor
Salzburg/Graz, 27.08.2026 (KAP) Elie Rosen (55) bleibt weiterhin Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten. Das hat die Kultusgemeinde Mittwochabend mitgeteilt. Die am 21. Juli ausgeschriebenen Wahlen zum Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde für die Bundesländer Salzburg, Steiermark und Kärnten sind demnach abgeschlossen. Seit 24. August ist das Wahlergebnis endgültig. In seiner konstituierenden Sitzung bestätigte der neu gewählte Vorstand am Mittwoch Elie Rosen für eine weitere Legislaturperiode im Amt. Marco Wolf wurde zum Vizepräsidenten gewählt.

Die Wiederwahl Rosens stehe für "eine laute, vielen oft unbequeme Stimme zur Wahrnehmung jüdischer Interessen in der Öffentlichkeit", hieß es in der Aussendung. Sie sichere aber auch Kontinuität in einer Zeit, "in der jüdische Gemeinden angesichts anhaltender antisemitischer Bedrohungen, hoher Sicherheitsanforderungen und wachsender gesellschaftlicher Spannungen in besonderem Maße gefordert sind".

Rosen, Jurist und Betriebswirt, wurde erstmals 2023 zum Präsidenten der seinerzeitigen Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg gewählt. Bereits seit 2016 leitet er die Jüdische Gemeinde Graz. Unter seiner Amtsführung wurde der Sprengel der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg im Jahr 2024 um die Bundesländer Steiermark und Kärnten erweitert. Die "neue" Kultusgemeinde verfügt mit Graz und Salzburg seither als einzige Kultusgemeinde in Österreich zwei dauerhafte Standorte.

Eröffnung von jüdischem Kulturzentrum in Graz steht bevor

Anfang September 2026 wird am Standort Graz nach jahrelangen Planungen das erste jüdische Kulturzentrum einer jüdischen Gemeinde in Österreich eröffnet. In Salzburg wird gegenwärtig die historische Synagoge umfassend saniert und für ihre zukünftigen religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Aufgaben gerüstet. "Wir wollen jüdisches Leben nicht auf die Frage seiner Sicherheit reduzieren. Die Eröffnung des Jüdischen Kulturzentrums in Graz und die Sanierung der Synagoge in Salzburg sind sichtbare Zeichen eines lebendigen, selbstbewussten und zukunftsorientierten Judentums", betonte Rosen.

Dennoch dürfe man nicht verkennen, dass jüdische Gemeinden in aktuellen politischen Debatten zunehmend in eine Außenseiterposition geraten würden, da ihre Sicherheitsinteressen angesichts des Erstarkens extremistischer Ränder oft nicht als politisch opportun gelten. Da sie aufgrund ihrer geringen Bevölkerungszahl als Wählergruppe demografisch nicht ausschlaggebend seien, fänden ihre Sorgen aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen im parteipolitischen Kalkül zunehmend weniger Priorität, zeigte sich Rosen in der Aussendung besorgt.





Website: https://www.ikg-salzburg.at

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