Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Ungarn erinnert an "Katastrophe von Mohács" vor 500 Jahren

26.08.2026 10:27
Ungarn/Geschichte/Gesellschaft/Kirche/Politik
Gottesdienst mit ungarischen Bischöfen und Rede von Ministerpräsident Magyar am Samstag
Budapest, 26.08.2026 (KAP) Ungarn gedenkt am kommenden Wochenende der "Schlacht von Mohács" vor genau 500 Jahren. Am 29. August 1526 vernichtete das osmanische Heer unter Sultan Süleyman I. nahe Pécs (Fünfkirchen) im Süden des Landes die zahlenmäßig unterlegene ungarische Armee unter dem Jagiellonen-König Ludwig II. Wenig später konnten die Osmanen große Teile Ungarns und Kroatiens unterwerfen. Die "Katastrophe von Mohács" ist für die Ungarn bis heute nicht einfach eine verlorene Schlacht, sondern gilt als einer der schwärzesten Tage der ungarischen Geschichte und nachwirkendes kollektives Trauma.

Ministerpräsident Péter Magyar wird am Samstag auf dem Széchenyi-Platz vor der Votivkirche in Mohács eine Rede halten. Anschließend findet dort ein Gottesdienst mit den ungarischen Bischöfen unter der Leitung des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Janos Szekely statt. Balázs Bábel, Erzbischof von Kalocsa-Kecskemét, wird die Homilie bei der Messe sprechen.

Im Rahmen der liturgischen Feier werden auch Urnen mit kleinen Knochenresten, die aus den Massengräbern geborgen wurden, in der St.-Stephans-Kapelle der Kirche in Mohács zur letzten Ruhe gebettet. An der Mohács-Nationalgedenkstätte in Sátorhely findet am Nachmittag eine weitere Zeremonie zur Umbettung von bei Ausgrabungen gefundenen Gebeinen von Schlachtopfern statt. Die Feier wird der ungarische Militärbischof Tibor Berta leiten.

150 Jahre unter osmanischer Herrschaft

Fast 20.000 Kämpfer aus dem Heer Ludwigs II. blieben vor 500 Jahren auf dem Schlachtfeld zurück. Auch der Jagiellonen-König ertrank auf der Flucht in einem sumpfigen Abschnitt des Csele-Baches. Sein Leichnam wurde erst Wochen nach der Schlacht geborgen und in der Königsgruft in Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) beigesetzt.

Das Königreich Ungarn zerfiel in der Folge der Schlacht von Mohács in drei Teile: einen habsburgischen Teil - das katholische sogenannte Königliche Ungarn mit der Haupt- und Krönungsstadt Pressburg (heute Bratislava) -, das evangelische Fürstentum Siebenbürgen als osmanischem Vasallenstaat sowie den größten, osmanischen Teil ("Türkisch-Ungarn").

Das mittlere Drittel des Landes geriet für insgesamt fast 150 Jahre unter osmanische Herrschaft. Ungarn wurde zu einer Pufferzone zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich, was nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich tiefe Spuren hinterließ.

500 Gottesdienste - Versöhnung finden

Im aktuellen Gedenkjahr befassen sich zahlreiche Konferenzen und Ausstellungen mit Mohács. Die katholische Diözese Pécs rief alle Diözesen dazu auf, 500 Gottesdienste für das Seelenheil der Opfer, für die Heilung der historischen Wunden und für die Versöhnung zu feiern. In dem Aufruf heißt es, Mohács sei im nationalen Gedächtnis zu einem erstarrten Symbol der Trauer und des Verlustes geworden. Für die Ungarn von heute sei es jedoch unerlässlich, dieses historische Trauma aufzuarbeiten, die Trauer zu überwinden und durch eine geklärte Erinnerung zur Versöhnung zu finden.

Die Initiatoren betonen, diese geistliche Verbundenheit mache keinen Unterschied zwischen den gefallenen Christen und Muslimen. Die 500 Messen trügen damit auch eine universelle Friedensbotschaft in sich: Die Kraft des Gebets vermöge jahrhundertealte Spannungen zu überwinden.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen