Dritter Tag des Spanienbesuchs bringt auch Begegnung mit Ministerpräsident Sanchez, Treffen mit Missbrauchsbetroffenen und Gebet in Madrider Almudena-Kathedrale
Madrid, 08.06.2026 (KAP) Als erster Papst spricht Leo XIV. vor den Kammern des spanischen Parlaments. Die Rede vor der Volksvertretung "Cortes" in Madrid ist für Montagvormittag geplant. Erwartet wird, dass der Papst für ihn zentrale politische Themen anspricht. Dazu gehören die Lage der Migranten, der Schutz des menschlichen Lebens und der Dialog zwischen unterschiedlichen politischen Lagern.
Auch die internationale Schwächung des Völkerrechts und zunehmende kriegerische Auseinandersetzungen dürften eine Rolle spielen. Vor der Rede im Parlament trifft Leo XIV. am dritten Tag seines Spanien-Besuchs mit Ministerpräsident Pedro Sanchez zusammen. Der Sozialist führt in Spanien eine linke Minderheitsregierung.
Papst will zu Versöhnung aufrufen
Bereits in seiner ersten Ansprache nach der Ankunft am Samstag hatte der Papst in Anwesenheit von König Felipe VI. gesagt, er sei nach Spanien gekommen, "um eine tiefere Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Kräften dieser Nation zu fördern".
Auch hatte er Spanien für das Festhalten am Völkerrecht und am Multilateralismus und für sein "aktives Engagement für den Frieden und die Solidarität unter den Völkern" gedankt.
Am Sonntag hatte der Papst in Madrid einen großen Gottesdienst unter freiem Himmel gehalten und die Katholiken zur Rückbesinnung auf den Kern ihres Glaubens aufgerufen. An der Feier nahmen nach Polizeiangaben mehr als eine Million Menschen teil; sie feierten den Papst mit Applaus und Sprechchören.
Treffen mit Missbrauchsbetroffenen erwartet
Für Montagnachmittag wird zudem erwartet, dass Leo XIV. Menschen trifft, die Opfer sexualisierter Gewalt durch katholische Geistliche wurden. Erst am Freitagabend bestätigte der Vatikan eine solche Begegnung.
Am Abend leitet der Papst dann ein Gebet in der Almudena-Kathedrale. Anschließend ist eine Begegnung mit der örtlichen Diözesangemeinschaft im Bernabéu-Stadion von Fußballklub Real Madrid vorgesehen.
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