Grazer Symposium beleuchtet Schattenseiten der Fußball-WM
05.06.202613:07
Österreich/Sport/Gesellschaft/Politik
Universität Graz diskutiert gesellschaftliche, politische und sportliche Dimensionen des globalen Fußballs
Graz, 05.06.2026 (KAP) Anlässlich der Fußball-WM 2026 laden die Institute für Ethik und Gesellschaftslehre sowie für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft der Universität Graz zu einem interdisziplinären Symposium über die Auswirkungen des globalen Fußballs ein. Die Veranstaltung im Hörsaal 15.03 am 11. Juni steht unter dem Titel "Symposium zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026" und widmet sich den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen eines der größten Sportereignisse der Welt.
Im ersten Panel unter dem Titel "Das Spiel hinter dem Spiel" analysieren Expertinnen und Experten die politischen, ethischen und internationalen Dimensionen des modernen Fußballs. Die Ethikerin Anna Karger-Kroll, der Völkerrechtler Ralph Janik und der Friedensforscher Maximilian Lakitsch beschäftigen sich mit Fragen der Integrität des Sports, den sicherheitspolitischen Auswirkungen von Großereignissen sowie mit ökologischen Herausforderungen rund um Infrastruktur, Stadien und internationale Mobilität. Moderiert wird die Diskussion vom Sportethiker Thomas Gremsl.
Das zweite Panel trägt den Titel "Der Ball muss rollen - aber wohin?" und rückt die Perspektive von Praktikern des österreichischen Fußballs in den Mittelpunkt. Diskutieren werden der Präsident des Steirischer Fußballverband und frühere ÖFB-Präsident Wolfgang Bartosch, FIFA-Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca, die Trainerin Jasmin Pistotnik sowie Stefan Hierländer, Kapitän von SK Sturm Graz. Themen sind die Zukunft des österreichischen Fußballs, strukturelle Entwicklungen sowie aktuelle Herausforderungen für Vereine, Verbände und Aktive.
Das Symposium findet im RESOWI-Zentrum der Universität Graz statt. Zum Abschluss der Veranstaltung sind die Teilnehmer zu einem Public Viewing des Eröffnungsspiels der Fußball-WM eingeladen, wenn die Begegnung zwischen Mexiko und Südafrika ansteht. Eine Anmeldung ist noch bis Montag, 8. Juni möglich.