Vor Spanienreise: Papst empfing Regierungschef Sánchez im Vatikan
27.05.202612:10
Vatikan/Spanien/Papst/Diplomatie/Regierung
Notwendigkeit eines "fruchtbaren Dialogs zwischen Ortskirche und Regierungsbehörden" betont - Auch weltweite Konflikte und Migration Thema
Vatikanstadt, 27.05.2026 (KAP) Eineinhalb Wochen vor Beginn seiner Spanienreise hat Papst Leo XIV. am Mittwoch den Ministerpräsidenten des Landes, Pedro Sánchez, in Privataudienz empfangen. Wie der Vatikan mitteilte, führte der linke Regierungschef anschließend Gespräche mit dem päpstlichen Chefdiplomaten Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Richard Gallagher.
Dabei sei die "Freude" über den bevorstehenden Spanienbesuch des Papstes vom 6. bis zum 12. Juni zum Ausdruck gebracht worden. Zudem betonten die Beteiligten die Notwendigkeit, "einen fruchtbaren Dialog zwischen der Ortskirche und den Regierungsbehörden sowie zwischen den verschiedenen Teilen der Zivilgesellschaft zu fördern, der auf gegenseitigem Respekt beruht und auf die Förderung des Gemeinwohls ausgerichtet ist".
Weitere Themen seien die Auswirkungen der Konflikte in der Welt, die Migration, die Bedeutung des Multilateralismus und der Achtung des Völkerrechts sowie die Dringlichkeit eines ständigen Engagements für den Frieden gewesen.
Papst besucht vier Orte in Spanien - Migration Thema
Während seiner siebentägigen Reise wird Papst Leo XIV. Madrid, Barcelona, sowie die zwei unter besonders hohem Migrationsdruck stehenden Inseln Gran Canaria und Teneriffa besuchen. Neben der Einwanderung ins Land dürfte auch das Thema Missbrauch in der katholischen Kirche eine Rolle spielen. Als kultureller Höhepunkt ist die Einweihung des höchsten Kirchturms der Welt, des Christus-Turms der Basilika Sagrada Familia in Barcelona, durch Leo XIV. geplant.