Serbische Raffinerie gibt Kloster an Kirche zurück
25.05.202613:59
Serbien/Kirche/Orthodoxe
Kloster Vojlovica liegt seit 1965 innerhalb eines Raffineriekomplexes des Ölkonzern NIS
Belgrad, 25.05.2026 (KAP/KNA) In Serbien ist nach mehr als 60 Jahren das Grundstück eines historischen orthodoxen Klosters wieder im Besitz der Kirche. Das Kloster Vojlovica liegt seit 1965 innerhalb eines Raffineriekomplexes des Ölkonzern NIS und wurde von diesem nun offiziell an die Kirche zurückgegeben, wie der Hintergrunddienst der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) meldet. Die Schenkungsurkunde wurde von Metropolit Nikanor vom Banat und NIS-Generaldirektor Kiril Tjurdenev im Patriarchalpalast in Belgrad unterzeichnet. Auch Patriarch Porfirije nahm an der Zeremonie teil.
Tjurdenev erklärte, das Kloster sei "ein Ort spiritueller Kraft, der unsere Raffinerie und unsere Raffineriearbeiter seit Jahrzehnten beschützt". Er fügte hinzu, dass das Unternehmen nicht nur das Grundstück und das Klostergebäude spende. Außerdem wolle man die Mission des Klosters unterstützen, Gläubige zusammenzubringen.
Das Kloster der heiligen Erzengel in Vojlovica liegt in der Nähe von Pancevo und gehört zur Diözese des Banat der Serbischen Orthodoxen Kirche. Es gilt als eines der bedeutendsten spirituellen und kulturhistorischen Denkmäler der Region. Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert als Stiftung des heiligen Stefan Lazarevic gegründet.
Während des Zweiten Weltkriegs waren der serbische Patriarch Gavrilo (Dozic) und der heilige Nikolai (Velimirovic) im Kloster Vojlovica inhaftiert. Die Klosterkirche beherbergt eine wundertätige Ikone der Mutter Gottes. Der heilige Nikolaj, einer der beliebtesten serbischen Heiligen der jüngeren Zeit, verfasste während seiner Gefangenschaft einen Kanon zu dieser Ikone und nannte ihn "Kanon an die Allerheiligste Mutter Gottes des Wortes".