Etliche Pilger von Einstellung des Flugverkehrs betroffen - Weiter aufrechter Betrieb im Österreischen Pilgerhospiz in der Jerusalemer Altstadt
Jerusalem, 02.03.2026 (KAP/KNA) Rund 37.400 Touristen sitzen seit Beginn der Iran-Angriffe in Israel fest. Der Flugverkehr im Land ist landesweit eingestellt, der Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Freitag geschlossen. Internationale und israelische Fluggesellschaften haben sämtliche Verbindungen ausgesetzt: Austrian Airlines unterbrach Flüge von und nach Tel Aviv, Amman und Erbil bis einschließlich 7. März, Flüge nach Teheran sind bis Ende März gestrichen. Auch Wizz Air strich alle Flüge nach Israel, Abu Dhabi und Amman bis 7. März.
Das israelische Tourismusministerium erklärte, dass Touristen, die ausreisen möchten, bei der Organisation von Landtransports zu den Grenzübergängen nach Jordanien oder Ägypten unterstützt werden. Dazu zählen die Übergänge Menachem Begin (Taba), Jitzchak Rabin (Südisrael), Allenby-Brücke (Jericho) und Scheich-Hussein-Brücke (Bet Schean). Viele Individualreisende haben das Land bereits verlassen, während größere Gruppen, wie eine etwa 50-köpfige französische Pilgergruppe im Österreichischen Pilgerhospiz in der Jerusalemer Altstadt, die noch voraussichtlich bis Mittwoch vor Ort sind.
Hospiz-Interimsleiter Lucas Maier berichtete am Montag gegenüber Kathpress, dass die Lage im Hospiz trotz der angespannten Sicherheitslage entspannt sei. Die Pilgergruppe nutze das Haus als Aufenthaltsort: Gottesdienste würden wie geplant gefeiert, das Café sei geöffnet, und die Gruppe versuche, ihr Programm so gut wie möglich fortzuführen, was wegen von der Regierung auferlegten Restriktionen für die Altstadt mit ihren Heiligen Stätten jedoch nur eingeschränkt möglich sei. Andere Gäste seien über den Landweg Richtung Ägypten ausgereist.
Maier betonte, dass das Hospiz in engem Austausch mit den österreichischen Behörden vor Ort und mit lokalen Sicherheitskräften stehe. Eine klassische Evakuierung sei derzeit nicht vorgesehen; Ziel sei es, den Betrieb aufrechtzuerhalten, um gestrandeten Pilgern einen sicheren und neutralen Begegnungsort zu bieten. Die Zivildiener und eine Freiwillige aus Österreich, die im Pilgerhospiz wirken, wollten vorerst nicht abreisen, sondern an ihrem Dienstort bleiben.
Die israelischen Kabinettsminister genehmigten am Sonntag eine Verlängerung der Notstandsmaßnahmen bis zum 12. März. Das Tourismusministerium ist zudem für die Unterbringung von Menschen zuständig, die aufgrund der Kampfhandlungen aus ihren Unterkünften evakuiert werden müssen. Bisher wurden 280 Betroffene in Hotels untergebracht. Die Sicherheitslage und die weiterhin ausgesetzten Flüge belasten jedoch die wirtschaftlichen Perspektiven des Tourismus erheblich.