ZdK-Präsidentin Stetter-Karp an neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz: "Wir brauchen Ihr Herz für Reform"
Bonn/Würzburg, 24.02.2026 (KAP/KNA) Kirchliche Gruppierungen und Verbände haben sich am Dienstag wohlwollend zur Wahl von Heiner Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz geäußert. Zugleich richteten sie erste Forderungen an den Hildesheimer Bischof. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, appellierte an den Reformwillen des neuen Vorsitzenden: "Wir brauchen Ihr Herz für Reform und Zusammenhalt", schrieb sie laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) in ihrem Glückwunschbrief. Wilmers Wahl sei eine Richtungsentscheidung für die Kirche in Deutschland.
Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) mahnten die Fortführung von Reformen an. "Insbesondere junge Menschen erwarten Beteiligung, Transparenz und eine Umsetzung der getroffenen Entscheidungen", sagte der BDKJ-Vorsitzende Volker Andres. Junge Menschen seien Gegenwart und Zukunft der Kirche und sollten an wichtigen Entscheidungen beteiligt werden.
Die stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, Ulrike Göken-Huismann, warb für eine tatkräftige und beherzte Fortsetzung des Reformprozesses Synodaler Weg. Es brauche Verlässlichkeit und die Bereitschaft, notwendige Veränderungen mutig anzugehen. Dazu gehöre eine geschlechtergerechte Kirche. Auch die Einheit der Christen erfordere neue Aufmerksamkeit. Die Reformgruppierung "Wir sind Kirche" betonte, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs sei ebenfalls weiterhin ein zentrales Thema.
Evangelische Kirche optimistisch
Zudem wurden Rufe nach guter Zusammenarbeit laut. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, sagte, sie habe Wilmer als einen aufgeschlossenen und weltgewandten Gesprächspartner kennengelernt, der Strukturreformen mit geistlicher Erneuerung verbinden wolle. Das lasse sie mit großer Zuversicht auf die künftige Zusammenarbeit zwischen evangelischer und katholischer Kirche blicken.
Auch die Caritas und mehrere katholische Hilfswerke meldeten sich zu Wort. "Wir wollen gemeinsam die katholische Soziallehre als prophetische Stimme in unserer Arbeit nutzen: Liebe ist Tat", sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. "Gerne werden wir mit Bischof Wilmer an einem Zukunftsbild der Kirche arbeiten, das der Liebe keine Grenzen setzt."
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