Deutsche Laien-Vertretung nach Gesprächen in Rom optimistisch
24.02.202611:11
Vatikan/Deutschland/Kirche/Gesellschaft
Zum dritten Mal seit Beginn des Synodalen Wegs waren Vertreter der Zentralkomitees der deutschen Katholiken zu Gesprächen in Rom
Rom, 24.02.2026 (KAP) Das Präsidium des Zentralkomitees der deutsche Katholiken (ZdK) hat sich nach kirchenpolitischen Gesprächen in Rom optimistisch zur anstehenden vatikanischen Anerkennung neuer Beratungsstrukturen in der katholischen Kirche Deutschlands gezeigt. Das sechsköpfige Präsidium hielt sich von Sonntag bis Dienstag in Rom auf und führte mehrere meist vertrauliche Gespräche.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte zum Abschluss in einem Pressegespräch in Rom, das Anliegen, Rom besser zu verstehen und in Rom besser verstanden zu werden, komme spürbar voran. Inzwischen unterstelle niemand im Vatikan mehr den deutschen Laien-Katholiken, dass sie die Kirche spalten wollten. Umgekehrt sei im ZdK die Erkenntnis gewachsen, dass persönliche Begegnungen in Rom oft wichtiger seien als das Verschicken von Beschlusspapieren.
Bezüglich der anstehenden Anerkennung der Satzung der neuen "Synodalkonferenz" von Laien, Priestern, Ordensleuten und Bischöfen in Deutschland zeigte die ZdK-Präsidentin sich zuversichtlich. Sie gehe davon aus, dass sowohl die deutschen Bischöfe als auch der Vatikan die nötige Zustimmung erteilen würden.
Claudia Nothelle vom ZdK-Präsidium betonte, gerade angesichts der wachsenden gesellschaftlichen und politischen Polarisierung könne die Kirche ein Vorbild für gelingenden Dialog sein. Sie hoffe, dass es nach der Approbation der Konferenz-Statuten gelingen werde, auch jene Minderheit unter den Bischöfen und Laien wieder "mitzunehmen", die bei dem Projekt bisher im Abseits gestanden hätten. Hier hoffe sie auch auf ein entsprechendes Einwirken aus dem Vatikan.