Kärntner Caritas bittet um Spenden für innovative Inklusionsprogramme in einem der ärmsten Länder Europas - Sandriesser: "Ohne Hilfe verlieren die Kinder ihre einzige Chance auf Förderung und von bitterer Armut betroffene Familien ihre Chance auf Zukunft"
Klagenfurt, 23.02.2026 (KAP) Die Kärntner Caritas lenkt dieser Tage im Rahmen der Kinder-Kampagne die Aufmerksamkeit auf eine der besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Europa: Kinder mit Beeinträchtigungen im Kosovo. Kinder mit Behinderung würden im Kosovo in Armut, Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit aufwachsen, so der Kärntner Caritasdirektor Ernst Sandriesser in einer Aussendung am Montag. Die Caritas Kärnten unterstützt diese dank der Hilfe der Spenderinnen und Spender aus Kärnten mit Frühförderung, Schulassistenz und einer neu geschaffenen Integrationsklasse. Sandriesser, der die Kärntner Projekte im Kosovo besucht hat, bittet weiterhin dringend um Unterstützung: "Ohne Ihre Hilfe verlieren die Kinder ihre einzige Chance auf Förderung und von bitterer Armut betroffene Familien ihre Chance auf Zukunft."
Der Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas und noch immer vom Krieg in den 1990er-Jahren gezeichnet. Fast eine Million Menschen musste damals fliehen, rund 500.000 wurden innerhalb des Kosovo vertrieben. Rund 40 Prozent der Bevölkerung des Kosovo sind unter 25 Jahre alt. "Die junge Generation hat kaum Chancen, ihr Potenzial zu entfalten, denn Arbeitslosigkeit prägt das Land", so Sandriesser: "Viele Familien kämpfen täglich ums Überleben."
Von der Kärntner Caritas werden 144 Kinder mit Behinderung im Alter von drei bis 14 Jahren in Bildungseinrichtungen - darunter Grundschulen und ein Frühförderungszentrum - professionell unterstützt und individuell gefördert. Davon erhalten 44 Kinder Frühförderung in einem spezialisierten Zentrum und mobil in Form von Hausbesuchen. Außerdem wird 100 Kindern beim Schuleintritt- und Schulbesuch geholfen. Zudem erfahren Lehrpersonal, Familienangehörige und Schul-Integration-Teams Weiterbildung.
Mit Kärntner Hilfe konnte auch eine erste öffentliche Integrationsklasse im Kosovo an einer Grundschule in Prizren eröffnet werden. Sandriesser: "Was in Kärnten selbstverständlich ist, ist im Kosovo eine Sensation: Kinder mit und ohne Behinderung lernen erstmals gemeinsam. Sie lachen miteinander, wachsen miteinander und verändern gemeinsam Zukunft." Langfristig sollte der Staat solche Klassen und Inklusionsprogramme selbst finanzieren. Doch bis dahin sei die Hilfe aus Kärnten unverzichtbar.
(Spenden und Infos: www.caritas-kaernten.at/kinder, Caritas-Spendenkonto: Kärntner Sparkasse IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587 Kennwort "Kinder in Not")