Forscherin weist Existenz verschollener Werke Michelangelos nach
20.02.202612:23
(zuletzt bearbeitet am 20.02.2026 um 13:04 Uhr)
Italien/Kultur/Kunst/Malerei
Renaissancekünstler soll zahlreiche Skizzen, Wachsabdrücke und Entwürfe doch nicht vor seinem Tod vernichtet haben
Rom, 20.02.2026 (KAP) Von Renaissancekünstler Michelangelo Buonarotti (1475-1564) existieren offenbar noch zahlreiche Werke, von denen bislang vermutet wurde, er habe sie kurz vor seinem Tod vernichtet. Wie die italienische Tageszeitung "Messaggero" am Freitag berichtete, hat die italienische Privatgelehrte Valentina Salerno Nachweise für die Existenz dieses versteckten Nachlasses in Archiven entdeckt. Eine mutmaßlich aus diesem Fundus stammende Fuß-Skizze Michelangelos war vor zwei Wochen in London bei Christie's für umgerechnet 23 Millionen Euro versteigert worden.
Dem Bericht zufolge konnte Salerno nachweisen, dass Michelangelo kurz vor seinem Tod in seiner römischen Wohnung seine engsten Schüler anwies, Hunderte von Skizzen, Wachsabdrücken und Entwürfen an einem geheimen Ort zu verstecken. Von dort gelangten sie später über unterschiedlichste Kanäle zu ihren heutigen Besitzern. Etwa 20 dieser Kunstwerke seien seither identifiziert worden. Der Vatikan hat dem Bericht zufolge bereits im Frühjahr 2025 ein wissenschaftliches Komitee zu dem Thema einberufen, dem Fachleute aus mehreren Ländern angehören.